Inhalt
Im Arbeitsalltag der Suchthilfe sind längerfristige Beratungsverläufe nicht immer möglich – sei es aufgrund struktureller Rahmenbedingungen oder begrenzter Veränderungsbereitschaft der Klient:innen. Diese Fortbildung fokussiert lösungsorientierte Kurzzeitinterventionen sowie ressourcenorientierte Gesprächsführung als hilfreiche Ansätze, um auch unter erschwerten Bedingungen wirksam zu beraten.
Im Zentrum steht die Frage: Wie können Fachkräfte Klient:innen dabei unterstützen, erste gangbare Schritte zu entwickeln – auch wenn noch keine stabile Veränderungsabsicht besteht? Die Fortbildung vermittelt praxisnahe Methoden, mit denen Beratung zielgerichtet, entlastend und zugleich motivierend gestaltet werden kann.
Konkrete Fortbildungsinhalte:
• Grundprinzipien der lösungsorientierten Kurzzeitberatung (nach de Shazer & Berg)
• vom Problem- zum Lösungsraum: systemisch-konstruktivistische Perspektiven in der Beratung
• Zielvereinbarungen und Ressourcenaktivierung
• Umgang mit psychischer Belastung und Ambivalenzen in der Kurzzeitberatung
• der „Kurzzeit-Methodenkoffer“: minimaler Input, maximale Wirkung
Nutzen
• Kennenlernen von Grundlagen, Prinzipien und Methoden lösungsorientierter Kurzzeitberatung
• Steigerung der Handlungssicherheit im Umgang mit fokussierten Beratungsinterventionen, um in kurzen Kontakten erste Schritte in Richtung Veränderung zu initiieren
• Vertiefung des Verständnisses für ressourcen- und lösungsorientiertes Arbeiten im Kontext der Suchthilfe
• Reflexion der eigenen Haltung, um auch in kurzen Beratungskontakten eine tragfähige Beziehung zu gestalten und Veränderungsprozesse anzustoßen
• Entwicklung realistischer Perspektiven über die Chancen und Grenzen lösungsorientierter Kurzzeitberatung
Zeitrahmen / Programm
09:00 - 16:00 Uhr
Methoden
Theoretische Inputs mit Praxisbezug, Kleingruppenarbeit und Praxisreflexion, Übungen & Reflexion zur Anwendung der Kurzzeitmethoden, Methodenkoffer mit sofort anwendbaren Tools.
Referentin / Referent
Beratung, Mediation, Coaching (M.A.), Counselor grad. BVPPT, Doktorandin zum Thema Embodiment in digitalen Beratungssettings, seit 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der BMC-Ambulanz (FH Münster), seit 2019 Referentin in der Fort- und Weiterbildung (u. a. Referat Weiterbildung, FH Münster), seit 2017 tätig in der hoch- und außerhochschulischen Lehre zu den Themen: Coaching in der Sozialen Arbeit; Konfliktmanagement; Beziehungsgestaltung, allgemeinpsychologischer Kontext menschlichen Erlebens und Verhaltens und Kommunikation.
Anbieter
LWL-Koordinationsstelle Sucht
Auskunft zu Anmeldung und Organisation