Inhalt
In der heutigen Gesellschaft ist Pornografie allgegenwärtig und hat durch das Internet eine noch größere Verbreitung gefunden. Es ist ein Thema, das polarisiert und kontrovers diskutiert wird, aber auch stark tabuisiert ist. Die Pornografie-Nutzungsstörung ist eine zunehmend anerkannte Problematik, die sowohl psychologische als auch soziale Auswirkungen auf Betroffene haben kann. Trotz der weiten Verbreitung von Pornografie und ihrer Akzeptanz in vielen Teilen der Gesellschaft bleibt die Grenze zwischen gelegentlichem Konsum und einer problematischen Nutzung oft unscharf. Diese Störung erfordert ein tiefes Verständnis und spezialisierte Ansätze, um Betroffene effektiv zu unterstützen und ihnen zu helfen, gesunde Verhaltensmuster zu entwickeln.
Konkrete Fortbildungsinhalte:
• Einführung in das Konzept der Pornografie-Nutzungsstörung: Definition, Prävalenz und Kontext
• psychologische und soziale Auswirkungen von exzessiver Pornografienutzung
• Risikofaktoren und Warnzeichen für Pornografie-Nutzungsstörung
• diagnostische Kriterien und Screening-Verfahren
• therapeutische Ansätze und Interventionstechniken
• Fallstudien und praxisnahe Übungen zur Anwendung des erlernten Wissens
• Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und ihre Angehörigen
Nutzen
Das Ziel der Fortbildung ist es, ein tiefgehendes Verständnis für die Problematik der übermäßigen Nutzung von Pornografie zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Betroffene unterstützen und (therapeutisch) begleiten können. Themen umfassen die Definition und Diagnose der Störung, ihre Prävalenz in der Gesellschaft, psychologische und soziale Auswirkungen sowie effektive Interventions- und Präventionsstrategien. Die Fortbildung kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen Fallbeispielen und interaktiven Übungen, um praxisnahe Fähigkeiten zu vermitteln. Durch diese ganzheitliche Herangehensweise werden die Teilnehmenden befähigt, angemessen auf die Bedürfnisse von Betroffenen und auch deren Angehörige einzugehen und professionelle Unterstützung anzubieten.
Zeitrahmen / Programm
09:00 - 16:00 Uhr
Methoden
Vortrag, interaktive Übungen und Gruppenarbeit.
Referentin / Referent
Jg. 1999, Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (B.A.), hauptberuflich als Suchtberaterin tätig und zudem Honorarkraft im Gesundheitsamt Siegen mit den Schwerpunkten HIV-, STI- und Suchtprävention. Im Rahmen ihrer Tätigkeiten engagiert sie sich für die Entwicklung innovativer Präventionsansätze.
Anbieter
LWL-Koordinationsstelle Sucht
Auskunft zu Anmeldung und Organisation