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Sucht & Psychose: Doppeldiagnose oder Komorbidität URL:
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Sucht & Psychose: Doppeldiagnose oder Komorbidität

Wechselseitige Einflüsse von Konsumverhalten auf Erkrankungen mit Psychose-Symptomatik

Fortbildung

Inhalt

Erkrankungen mit psychotischer Symptomatik stellen sehr schwere Einschnitte in das Leben der Betroffenen dar. Die Erkrankungen können unkompliziert verlaufen und die Symptomatik kann sich vollständig zurückbilden. Es kann aber genauso zu komplizierten Verläufen kommen, die das Leben, wie es vor der Psychose geführt wurde, nicht mehr möglich machen. Leidtragende sind die Betroffenen selbst, genauso aber Menschen in deren Umfeld, z. B. Angehörige, Freund:innen, Nachbar:innen, Arbeitskolleg:innen bis hin zu unbeteiligten Dritten im öffentlichen Raum. Kommt eine Suchterkrankung z. B. im Sinne einer Selbstmedikation hinzu, kann das eine massive Verschlechterung der Prognose, wieder gesund oder zumindest gesünder zu werden, bedeuten. Kann die Psychose zurückgehen, wenn sich die Suchtproblematik abschwächt? Das wäre ein erfolgsversprechender Behandlungsansatz. Wurde die Psychose jedoch durch eine zuvor bestehende Suchterkrankung ausgelöst, so ist oft kaum ein Herankommen an die Betroffenen möglich, da auf den Suchtstoff häufig nicht mehr verzichtet werden kann. Wie beeinflussen sich Psychose und Sucht? Lässt sich für die Planung eines Behandlungsansatzes einschätzen, welche Problematik zuerst vorlag und welche die andere verursacht hat?

Konkrete Fortbildungsinhalte:
Es werden die medizinisch-psychiatrischen Ursachen von Psychosen und der Zusammenhang mit der Ausbildung eines Suchtgedächtnisses für Suchtstoffe dargestellt. Des Weiteren werden Suchtstoffe, die Psychosen verursachen können, in ihrer Wirkweise dargestellt, sodass der neurobiologische Zusammenhang für die Psychose-Symptomatik nachvollziehbar wird. Durch diese Objektivierung können die oft als feindselig wahrgenommenen Verhaltensweisen von psychoseerkrankten Menschen besser verstanden werden, was einen Zugang zu den Betroffenen und damit einhergehende Hilfsmaßnahmen ermöglichen kann.

Nutzen

Es sollen mögliche Wege aufgezeigt werden, wie die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Psychose und Sucht betrachtet werden können, damit hierüber ein Zugang zu diesen schwer erkrankten Betroffenen gelingen kann.

Zeitrahmen / Programm

09:00 - 16:00 Uhr

Methoden

Inhaltlicher Vortrag im Plenum, Kleingruppenarbeit, Diskussion, Fallarbeit.

Referentin / Referent

Jg. 1990, Bildungswissenschaftlerin (B.A.), Entwicklungspädagogin (M.Sc.), Erziehungswissenschaftlerin (M.Ed.), seit Mai 2024 Leitung der Fachambulanz für Suchterkrankungen in Rosenheim. Seit vielen Jahren leitend in der ambulanten Suchthilfe tätig mit den Schwerpunkten chronische Abhängigkeit und Substitution, woraus sich 2017 die Gründung und der Aufbau einer Substitutionsambulanz in Bayern ergab. Seit acht Jahren Vorbereiterin auf die medizinisch-psychologische Untersuchung. Mitglied in mehreren Fachgesellschaften und Bundesinitiativen. Seit 2020 Lehrtätigkeit an mehreren Hochschulen für verschiedene Lehrveranstaltungen zum Thema Sucht.

Anbieter
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Referentin / Referent

Foto
Lena Lorenz

Auskunft zu Inhalten

Foto
Linda Weweler
E-Mail: linda.weweler@lwl.org
Telefon: 0251 591-6383

Auskunft zu Anmeldung und Organisation

Foto
Koffi Nomenyo
E-Mail: koffi.nomenyo@lwl.org
Telefon: 02515916971
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Anmeldung & Buchung
Details

Veranstaltungsnr.
27-0701-800-0029-0001

Datum
23.09.2027

Anmeldeschluss
26.08.2027

Ort
Online

Zoom-Meeting
Karte und Routenplaner

Teilnehmendenkreis
Alle Personen in helfenden Berufen, die einen verstehenden Ansatz von Ursache und Wirkung der Erkrankungen Psychose und Sucht erreichen möchten.

Teilnehmendenzahl
50

Kosten
125,00 € Teilnahmeentgelt


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