Inhalt
Konflikte auf der Arbeit sind kein Privatvergnügen. Sie binden Zeit und Energie, welche dann nicht mehr für die eigentlichen Arbeitsaufgaben zur Verfügung steht. Je länger das Gegeneinander andauert, umso mehr schadet es nicht nur den unmittelbar daran Beteiligten.
Oft braucht es ein beherztes Eingreifen der Führungskraft, damit der Laden wieder läuft und alle an einem Strang ziehen. Aber ist jeder Konflikt gleich eine Chefsache? Wann sollte sich die Leitung persönlich einschalten, wenn es zwischen Mitarbeitenden und Kindern, Jugendlichen oder Eltern knallt? Wann sollte eine Führungskraft zur Ordnung rufen, wenn es innerhalb des Teams Spannungen gibt? Und vor allem: wie? Sollten Vorgesetzte ein Machtwort sprechen, wenn ein:e Mitarbeiter:in sich fehlverhält? Welche Möglichkeiten gibt es neben Druckmitteln wie Dienstanweisungen und Abmahnungen? Was trägt in Konflikten nachhaltig zu Aufklärung, Verständigung und Kooperation bei?
Anhand konkreter Beispiele aus der alltäglichen Führungspraxis der Teilnehmenden werden in dieser Fortbildung gemeinsam Möglichkeiten entwickelt, wie Leitungskräfte zur Verwirklichung von Kooperationsgewinnen und zur Vermeidung von Konkurrenzverlusten beitragen können - sowohl in der Rolle als Konfliktpartei als auch in der Rolle der Vermittlung. Dafür stellt die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg neben sehr bewährtem Handwerkszeug und einer klaren Haltung einige hilfreiche Schlüssel-Unterscheidungen zur Verfügung, die als Leuchtturm-Prinzipien dienen können.
Diese Fortbildung unterstützt Vorgesetzte dabei, ihr Schiff samt Crew und Passagieren etwas entspannter durch die unvermeidlichen Stürme des Arbeitslebens zu navigieren. Dabei ist insbesondere die Reflexion und der Austausch mit anderen Kolleg:innen in Leitungspositionen eine besonders wichtige Ressource.
Nutzen
• Krisen als Chancen: Konflikte in ihrem Potential für Veränderung und Wachstum
• Neurobiologische Verhaltensmuster und Bedürfnis-bewusste Deeskalation
• Schlüssel-Unterscheidungen der Gewaltfreien Kommunikation als Leuchtturmprinzipien in Konflikten
• Grundlagen der Mediation und Verständigung von Konfliktparteien
• Reflexion und Weiterentwicklung des eigenen Konfliktmanagements und Konfliktverhaltens als Führungskraft
Zeitrahmen / Programm
Tag 1: 10:00 - 12:30 Uhr
• Konflikte als Gefahr und Chance für Veränderung und Wachstum
• Neurobiologische Verhaltensmuster und Bedürfnis-bewusste Deeskalation
• Fakten statt Fiktionen: Heiße Eisen angstfrei ansprechen
Tag 1: 14:00 - 18:00 Uhr
• Worum geht es hier eigentlich? Menschliche Grundbedürfnisse als Schlüssel zu gegenseitigem Verstehen
• Empathischer Umgang mit starken Emotionen und herausfordernden Botschaften
Tag 2: 09:00 - 12:30 Uhr
• Besser für alle: Kooperationsgewinne vs. Konkurrenzverluste – Win:Win-Vereinbarungen
• Die Vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation im Zusammenhang
• Haltung und Handwerkszeug für die Mediation und Verständigung
Tag 2: 14
13:30 - 16:00 Uhr
• Leitfaden für Konfliktgespräche, Brücke der Verständigung
• Umgang mit Macht: Leuchtturm-Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation für Führungskräfte
Methoden
Kompakte Inputs, anschauliche Demonstrationen, aktivierende Kleingruppenarbeit, Reflexion und Diskussion im Plenum, kollegialer Austausch, Fallarbeit
Anbieter
LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho
Referentin / Referent
David Kremer
Dipl.-Pädagoge
Auskunft zu Anmeldung und Organisation