Inhalt
Ein Kind rastet im Unterricht ohne erkennbaren Grund aus. Eine Schülerin zieht sich immer mehr zurück. Ein Junge provoziert ständig Konflikte.
Sie wollen helfen, verstehen, unterstützen. Doch manchmal fühlen Sie sich hilflos, erschöpft oder emotional überfordert. Die schweren Schicksale Ihrer Schüler:innen beschäftigen Sie und Sie fragen sich: Wie lange halte ich das noch durch?
Dieser Bildungsurlaub gibt Ihnen Antworten. In fünf intensiven Tagen entwickeln Sie ein tiefes Verständnis für traumatisierte Kinder und Jugendliche – und lernen gleichzeitig, gut für sich selbst zu sorgen.
Was Sie lernen:
Trauma verstehen: Warum reagieren manche Schüler:innen so, wie sie reagieren? Was passiert im Gehirn bei Stress und Überforderung?
Wie beeinflusst Trauma das Lernen und Verhalten?
Sie erhalten fundiertes Wissen über Traumafolgen und erkennen, was hinter dem "schwierigen Verhalten" steckt.
Traumasensibel arbeiten: Sie lernen konkrete Methoden, um Kindern Sicherheit zu geben, Retraumatisierung zu vermeiden und Stabilität zu schaffen.
Praxisnah und umsetzbar – für Ihren Alltag mit belasteten Schüler:innen.
Sie entwickeln einen persönlichen Selbstfürsorge-Plan mit alltagstauglichen Strategien: Atemtechniken, Körperübungen, Emotionsregulation und mentale Entlastung.
Praktisch, persönlich, nachhaltig. Wir arbeiten mit Ihren eigenen Fällen, reflektieren in geschütztem Rahmen und üben konkrete Techniken. Sie haben Gelegenheit, sich mit Kolleg:innen aus unterschiedlichen schulischen Kontexten auszutauschen und bauen ein unterstützendes Netzwerk auf.
Sie gehen gestärkt zurück – mit neuem Wissen, praktischen Werkzeugen, einem Handlungsplan und der Gewissheit: Ich kann gut für andere sorgen, ohne mich selbst zu vergessen.
Nutzen
1. Mehr Verständnis und Sicherheit im Umgang mit Schüler:innen
• Sie verstehen, wie Trauma entsteht und wie es Denken, Lernen und Verhalten beeinflusst.
• „Schwieriges Verhalten“ wird einordbar statt belastend.
2. Konkrete, alltagstaugliche Handlungskompetenz
• Sie lernen traumasensibles Arbeiten: Sicherheit geben, Stabilität fördern, Retraumatisierung vermeiden.
• Methoden und Werkzeuge, die direkt im Schulalltag umsetzbar sind.
3. Schutz der eigenen Gesundheit
• Auseinandersetzung mit sekundärer Traumatisierung.
• Entwicklung eines persönlichen „Selbstfürsorge-Plans“.
4. Praxisnahes Lernen
• Arbeit mit eigenen Fällen, Reflexion im geschützten Rahmen.
• Üben konkreter Techniken.
5. Austausch und Vernetzung
• Möglichkeit, sich mit Kolleg:innen aus unterschiedlichen schulischen Kontexten auszutauschen.
• Evtl. Aufbau eines unterstützenden Netzwerks.
6. Nachhaltiger Effekt
• Neues Wissen
• Praktische Werkzeuge
• Klarer Handlungsplan
• Und die Gewissheit: „Ich kann gut für andere sorgen, ohne mich selbst zu verlieren.“
Zeitrahmen / Programm
Tag 1 (10-17 Uhr): Grundlagen Trauma
Tag 2 (9-16 Uhr): Sekundäre Traumatisierung und eigene Ressourcen
Tag 3 (9-16 Uhr): Selbstfürsorge als (Team-)Aufgabe
Tag 4 (9-16 Uhr): Traumasensible Praxis. Hilfsmittel für alle Professionen
Tag 5 (9-15 Uhr): Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit
Methoden
Impulsvorträge, Arbeit mit Fallvignetten, Arbeit an eigenen Fällen, strukturierte Fallbesprechungen, niedrigschwellige Selbsterfahrung und Körperarbeit, Methodentraining für den Schulalltag (Stabilisierungstechniken, traumasensible Gesprächsführung), Rollenspiele, Austausch und kollegiale Unterstützung
Diese Veranstaltung kann auch als Bildungsurlaub anerkannt werden.
Anbieter
LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho
Auskunft zu Anmeldung und Organisation