Inhalt
Dieser Fachtag ist ein Kooperationsprojekt des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW), der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (AJS NRW), des Landesjugendrings NRW (LJR NRW) sowie des LVR-Landesjugendamts Rheinland und des LWL-Landesjugendamts Westfalen.
Gesellschaftliche Diskurse verschieben sich, sichtbar und zugleich schleichend. Rassistische, rechte und demokratiefeindliche Narrative werden weiterhin als legitime Meinungsäußerungen verhandelt, finden Resonanz in Medien, Politik und Alltagsgesprächen und prägen so auch das Denken und Handeln in pädagogischen Kontexten. Diese „Normalisierung“ rechter und rassistischer Positionen hat Folgen: für Fachkräfte, für Einrichtungen, und nicht zuletzt für junge Menschen, deren Lebensrealitäten, Zugehörigkeiten und Teilhabechancen dadurch unmittelbar betroffen sind.
Die Kinder- und Jugendhilfe, ebenso wie Schule und außerschulische Bildung, stehen damit vor der Aufgabe, Haltung zu zeigen und Position zu beziehen. Räume, in denen Demokratie und Vielfalt praktisch erfahrbar sind, müssen gestaltet oder geschaffen werden. Dabei geraten Fachkräfte zunehmend in Spannungsfelder zwischen pädagogischem Auftrag, politischen Erwartungen und gesellschaftlichem Druck.
Im Mittelpunkt der Fachtagung stehen Fragen wie:
• Wie entstehen und verfestigen sich rassistische und rechte Normalitäten – und welche Folgen hat das für die Kinder- und Jugendarbeit?
• Wie kann rassismus- und antisemitismuskritische und demokratische Bildungsarbeit unter Bedingungen von Polarisierung, Hassrede und Desinformation gelingen?
• Welche pädagogischen Handlungsstrategien wirken gegen rechte und rassistische Diskurse – Wie stärken wir Kinder und Jugendliche gegenüber rechten Raumnahmen im Stadtteil, in Institutionen oder in digitalen Räumen wie in Gaming Communities und auf Social Media?
• Wie können Fachkräfte gestärkt werden, um diesen Dynamiken nicht ohnmächtig gegenüberzustehen?
Nutzen
Die Fachtagung nimmt diese Entwicklungen in den Blick: Sie bietet Raum, um Prozesse der gesellschaftlichen Normalisierung kritisch zu analysieren, praktische Erfahrungen auszutauschen und Strategien des Widerstands und der Ermächtigung zu entwickeln. Zur Diskussion steht, wie Kinder- und Jugendarbeit demokratische und rassismus- und antisemitismuskritische Bildungsräume sichern und ausbauen kann und welche strukturellen, institutionellen und personellen Voraussetzungen dafür notwendig sind.
Zeitrahmen / Programm
10:00 Uhr – Ankommen und Anmeldung
10:30 Uhr – Begrüßung & Moderation
10:50 Uhr – Spoken Word
11:00 Uhr – Keynote & Diskussion
12:00 Uhr – Mittagspause
13:00 Uhr – Workshopphase
15:00 Uhr – Kaffeepause
15.15 Uhr – Spoken Word
15.25 Uhr – Podiumsdiskussion
16.30 Uhr – Veranstaltungsende
siehe auch Programm (wird später hinzugefügt)
Methoden
• Fachlicher Input
• Diskussion
• Workshops
• Podiumsdiskussion
Weitere Info zur Teilnahmebedingung
„Wir behalten uns das Hausrecht vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, die Teilnahme an der Veranstaltung zu verwehren oder sie bei entsprechenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.“
Anbieter
LWL-Landesjugendamt Westfalen
Kooperationspartner
LVR-Landesjugendamt Rheinland, Köln
Landesjugendring NRW e. V. LJR NRW, Düsseldorf
IDA-NRW Informations- u. Dokumentationszentrum f. Antirassismusarbeit NRW, Düsseldorf
AJS NRW Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V., Köln
Auskunft zu Anmeldung und Organisation